Seniorendomizil
"An der Döberitzer Heide"



Altenpflegezentrum in Dallgow - Döberitz

         

Die Idee

Bei der Betrachtung der Entwicklung der Bevölkerungsverteilung im Land Brandenburg stellt man fest, dass im Berliner Umland bereits in 2020 42% der Landesbevölkerung (bei nur 15% der Landesfläche) leben werden. Die stark differenzierte Bevölkerungsentwicklung in den Kreisen setzt sich fort. Zahlreiche Städte und Gemeinden im Berliner Umland können mit enormen Zuwächsen rechnen: An der Spitze steht Dallgow-Döberitz mit 42,7%, gefolgt von Teltow mit 36,8%, Falkensee mit 29,8% und Hoppegarten mit 26,7%. Für Potsdam und Schönefeld werden jeweils 10% Wachstum vorausgesagt.

Die soziale Kompetenz zur Begleitung im Kindes- & Seniorenalter vorausgesetzt, ist dies eine sehr gute Möglichkeit sich dienstleistend in diesem Bereich in dieser Gemeinde zu profilieren.

Die Verbindung zu schaffen zwischen Jugendhilfe und Altenbetreuung ist innovativ und richtungweisend; eine direkte Einbindung der Gemeinde ist die Basis für die Gemeinsamkeit von Altenpflegezentrum, Kinderhaus und Sinnesgarten.


Träger der Altenhilfe

Manfred Hentzsch, diplomierter Maschinenbauingenieur, hat vor 16 Jahren sowohl privat als auch geschäftlich mit seiner Firma Hentzsch Metallbearbeitungs- GmbH eine neue Heimstatt in Falkensee gefunden. Seit Anfang der 90iger Jahre trägt Manfred Hentzsch im sozialen Bereich als Vorstandsmitglied des STIBB Sozial-therapeutisches Institut BB e.V. Verantwortung, einem Träger in Kleinmachnow und Potsdam, der mit Kindern & Jugendlichen aus gestörten Familien arbeitet. Dieses soziale Engagement führte ihn 1998 an die Alten- und Sozialbetreuung heran. Mit Martina Fürstenberg fand er eine erfahrene Pflegedienst- & Heimleitung, die zudem als Sozialmanagerin zertifiziert ist. Beide haben bereits zusammen in Berlin – Spandau eine Pflegeeinrichtung verantwortet und hier die Erfahrungen gesammelt und Ideen entwickelt, die das geplante Haus zu einer Wohlfühl- und Dienstleistungseinheit werden lassen soll. Durch die Kontaktaufnahme zur SEND wurde das Grundstück an der Bahnhofstraße / Seestraße gefunden und die jetzt präsentierten Pläne entwickelt. Durch das beauftragte Consultbüro wurden Gespräche mit Landesheimaufsicht, Sozialverwaltung des Landkreises und den Pflegekassen geführt. Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde, der Gemeinde-Bauverwaltung und dem Stadtplaner Ideen abgestimmt, die jetzt der Gemeindevertretung präsentiert werden. Um das Projekt voranzubringen gründete Manfred Hentzsch die SEDAR Projektentwicklung GmbH SeniorenEinrichtungDAllgowRealisierung diese beauftragte das Architekturbüro Kirschning in Potsdam und die Fa. OFRA zur Planung und Umsetzungsvorbereitung.


Träger der Jugendhilfe

Der gemeinnützige Verein FamilienANlauf e.V. wurde vor über 10 Jahren in Berlin – Lichtenberg gegründet, zunächst um Träger für Maßnahmen der Familienhilfe zu werden. Heute werden Grundleistungen nach §§ 27.3; 29; 30; 31; 35 SGB VIII im Auftrag des jeweiligen Jugendamts erbracht. Der FAN ist anerkannter Träger der Jugendhilfe in Berlin & Brandenburg. Neben 14 hauptamtlichen Mitarbeiter/innen sind noch 10 Honorarkräfte langfristig tätig. In Verein sind Dipl. Pädagogen, Dipl. Psychologen, Erzieher und Heilpädagogen beschäftigt. Ein wichtiges Standbein ist eine Musikschule, die in Kooperation mit der am Genfer See beheimateten „Jonas Stiftung“ innovative Wege in der Musikpädagogik geht und neben traditionellem Unterricht im Besonderen die Integration sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher mit dem Medium Musik betreibt. Der FAN ist Entwickler des Schulhilfeprojektes „Über die Brücke“; führt Ferienmaßnahmen mit dem Projekt „Familien in Fahrt“ durch. In Kindertagesstätten werden Coachingprojekte für Erzieher, Kinder und deren Eltern geführt; intensiv ist die stadtteil- und sozialraumorientierte Arbeit in Lichtenberg mit intensiver gemeindenaher Kooperation und erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem örtlichen Träger der Jugendhilfe. Abgerundet wird das bestehende Angebot durch die Zusammenarbeit mit den Jugendzirkusträger Cabuwazi e.V. und die Sozialberatung zusammen mit den VaV e.V. Nachbarschaftshaus Am Berl..

Die Arbeit des Trägers ist systemisch orientiert, viele Mitarbeiter/innen verfügen über entsprechende Zusatzqualifikationen.

Mit dem Engagement im Bereich des Aufbaues einer Kindertagesstätte im Berliner Umland erfüllt der Träger eine Vision der multifunktionellen Arbeit, die allen innovativen Gedanken Pate steht.

Ein über das Consultbüro hergestellter Kontakt mit dem Leipziger Büro a.ks. Architektur führte zu der Idee das dort entwickelte Projekt Kinderhaus in Dallgow-Döberitz als Betreiber umzusetzen.


Ein Sinnesgarten

"Schließe die Augen, wenn Du sehen willst". Die Gärten vieler sozialer Einrichtungen sind von der Außenwelt abgeschirmt. Kontakte nach draußen finden nur sehr selten statt. Sinnesgärten bieten aber die Chance, als Schnittstelle zu fungieren, Ängste und Vorbehalte abzubauen. Der Garten fördert somit auch soziale Kompetenz. Der hier geplante Sinnesgarten stellt nicht nur die Brücke zwischen Alt & Jung her, er integriert mit offenem Zugang von der Seestraße aus die Gemeinde.

Gemeinde darf nicht weiter vor den Türen sozialer Arbeit bleiben, Gemeinde sind Alle. Dieser geplante Garten kann alle verbinden, die sich verbinden lassen wollen. Naturerfahrung ermöglichen: ein Garten teilt sich nicht nur physisch, sondern auch atmosphärisch mit. Sinnestätigkeit ist mehr als eine „apparative“ Tätigkeit von Reizverarbeitung, sie schließt die eigene Biografie und Emotionen mit ein. Dies bedeutet für die Gartenplanung, möglichst vielschichtige Garteneindrücke zu transportieren. Es reicht nicht, Hochbeete und Sinnserfahrungsgeräte aufzustellen: der Wechsel der Jahreszeiten soll genau so erfahrbar sein wie mittelbare „atmosphärische“ Eindrücke: das Summen der Insekten, die erste Frühlingssonne, das Vogelkonzert. Der Garten soll den heterogenen Ansprüchen der Gemeinde Rechnung tragen- „Luft schnappen“ und Spaziergänge sollen ebenso möglich sein wie Pflanzenerfahrung und das Orientierungs- und Mobilitätstraining. Die Introvertiertheit des Areals wird aufgehoben und der Garten für interessierte Besucher zugänglich gemacht.

Bei der Konzeption wird auf das atmosphärische Erleben des Gartens besonderer Wert gelegt. „Klassische“ Elemente wie Hochbeete oder Sinneserfahrungsgeräte sind vorhanden, aber nicht bestimmendes Element.
Der Garten soll als Kultur- und Veranstaltungsort zwischen Nachbarschaft und Bewohnern der Pflegeeinrichtung sowie des Kinderhauses zu einem integrativen Bestandteil des Ortes Dallgow-Döberitz in der unmittelbaren Bahnhofsnähe werden.



Es wird eine Einrichtung mit 80 Pflegeplätzen entstehen, gepflegt werden Menschen aller Pflegestufen, überwiegend in Einbettzimmern. Einige Zweibettzimmer runden das Angebot an. Selbstverständlich verfügen alle Zimmer über eine eigene, direkt dem Zimmer zugeordnete Dusche, neben WC und Waschtisch.
Die Zimmergrößen liegen oberhalb der Anforderungen aus der Heimbaumindestverordnung. Auch die dort und in dem gesonderten Forderungskatalog des Landes Brandenburg aufgeführten Räume für Betreuung und Service sind alle erfüllt.
Das Haus ist in drei Wohnbereiche aufgeteilt. Je Wohnbereich ist mindestens ein Pflegebad vorhanden. Es gibt im Wohnbereich Aufenthaltsräume und dezentralisierte Speisezimmer für Menschen, die den gemeinsamen Speiseraum nicht aufsuchen können.
Natürlich werden die Speisen bei Bedarf auch am Bett oder im Zimmer gereicht. Im Vordergrund der pflegerischen Begleitung stehen die Mobilisierung und die Anregung zur Teilnahme am hausinternen Leben in den reichlich vorhandenen Gemeinschaftsräumen. Für klerikale Veranstaltungen gibt es einen Raum der Ruhe, den Andachtsraum.
 


Planungsbeispiel: Pflegeheim in Zarrentin - OFRA Generalbau GmbH
 

Service- und Abstellräume sind bedarfgerecht vorhanden.
Die Hausorganisation findet in den Büroräumen des Geschäftsführers; der Heimleitung, der Pflegedienstleitung und der Verwaltung statt. Für die Mitarbeiter stehen je Wohngruppe Stützpunkträume und zentral Besprechungsraum, Umkleideräume, Aufenthaltsräume zur Verfügung.
Freiflächen und die Kooperationsflächen des Sinnesgartens, die nachbarschaftliche Nähe zur Kindergarteneinrichtung bilden ein gewünschtes Gesamtkonzept.



Planungsbeispiel: Pflegeheim in Zarrentin - OFRA Generalbau GmbH