Mobilitätsschulung

 

Für die Schulung von Trägern der Mobilitätshilfe in Berlin hat das DLZ eine eigenständige Qualifikation mit Abschlusszertifikat als

MOBILITÄTSHELFER

entwickelt. Der Kurs umfasst 160 Stunden theopretische Schulung und 150 Unterweisungsstunden im praktischen Einsatz. Dieser Einsatz wir bei Kooperationspartnern
 

Die Einleitung des Lehrbriefes lautet:

"In dem vorliegenden Lehrbrief über Behindertenbeförderungen im Land Berlin werden Ihnen die Grundlagen dieser in Europa von 1979 bis 2005 einmaligen Einrichtung der Mobilitätshilfe für Behinderte vorgestellt.
Sie sollen mit Unterstützung dieses Lehrbriefes folgende Lernziele nachvollziehen, verstehen und erreichen können:

 Grundlage für Teilnahme am Leben und für gleichwertige Lebensbedingungen ist Mobilität. Sie gewinnen Einblick in die Notwendigkeit der Mobilität für Rollstuhlfahrer.

Es gibt unterschiedliche Verkehrssysteme. Sie können mit Hilfe dieses Lehrbriefes die Vor- und Nachteile unterscheiden und die Besonderheit dieses Mobilitätskonzeptes und dessen notwendige Vernetzung mit den übrigen Verkehrsangeboten beurteilen.

 Ohne faire Partnerschaft geht nichts. Im Mobilitätssystem arbeiten viele Partner zusammen. Sie begegnen einigen ihrer zukünftigen Partner und erfahren wer wie wichtig ist. Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer leben trotz Integration in einer eigenen Welt. Ihre Lebenssituation ist durch ihre Behinderung bestimmt. Sie erfahren, worauf es ankommt und mit wem Sie es in den Mobilitäts - Systemen zu tun bekommen.
 

Zu den  Behinderten - Fahrdiensten gehörten ein umfassendes Angebot an Dienstleistungen. Sie bekommen vermittelt, was unbedingt dazu gehört, was unter bestimmten Umständen zusätzlich geleistet werden kann und was nicht zur Dienstleistung gehört.

Qualität ist heute ein Muss in der Dienstleistung. Der Kunde, der Auftraggeber, alle verlangen Qualität. Sie ist das A und O. Sie erfahren welche A’s und O’s in der Mobilitätshilfe möglich sind und welche nicht, um in Zukunft mit ihren kritischen und unzufriedenen Fahrgästen sachlich umgehen zu können. Sicherheit geht über alles. Sie ist Vertrauenssache. Darum gibt es Sicherheitsvorschriften, Sicherheitsstandards, Sicherheits-vorkehrungen usw. Sie bekommen alles, was für die Sicherheit in den BTW’s  wichtig ist, in diesem Abschnitt vermittelt.

Standardkomfort gehört zur Mobilität dazu. Nicht als Luxus, sondern als ergänzende Hilfe im Rahmen der Beförderung. Viele Fahrgäste wissen das nicht. Sie glauben PKW’s bzw. Taxen sind komfortabler. Sie werden solche Fahrgäste oder deren Angehörige besser beraten lernen.

Wir Leben in einer Zeit, wo Kommunikation eine große Rolle spielt. Das gilt auch für die Behindertenbeförderung. Hier besteht sogar eine besondere Abhängigkeit. Kommunikation hat aber ihre Tücken. Sie lernen damit fertig zu werden.

Eine Dienstleistung steht nicht im leeren Raum. Sie ist in einen Prozess eingebunden, an dem auch Sie beteiligt sind. Sie müssen mitdenken, vor- und nachdenken, bei dem, was sie tun. Sie erfahren an ausgesuchten Fällen, was passieren kann, wenn sie die Folgen ihres Handelns bei ihrer Arbeit nicht bedenken.

Dieser Mobilitätshilfe hat eine in sich geschlossene Organisationsstruktur, mit der sie tagtäglich zu tun bekommen. Sie erfahren, wie man sich darin am Besten zu Recht finden kann und wo der Weg lang geht.
 

Die Mobilitätshilfe in Berlin war als reiner TELEBUS bis 2004 eine staatliche Einrichtung, die jedoch privat durch die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege betrieben wurde. Bei allen Unterschieden eint die Freie Wohlfahrtspflege die Arbeit nach den grundlegenden Sozialprinzipien in unserer Gesellschaft. Sie erhalten einen kleinen Überblick über die soziale Grundordnung in Berlin und bekommen mit, wie und wo Politik und Soziallehre bis unmittelbar in ihr persönliches Leben hinein wirken.

Sie lernen aber auch die Veränderungen im Land Berlin in den Jahren 2004 und 2005 kennen, die zur augenblicklichen Mischstruktur der unterschiedlichen Anbieter geführt hat. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen, sodass hier eine augenblickliche Betrachtung zu Grunde liegt.

 Um Ihnen das Lernen zu erleichtern, finden Sie am Ende jedes Abschnittes die wichtigsten Inhalte noch einmal kurz zusammengefasst wieder. Inhalte, die für die Praxis und die praktische Arbeit besonders wichtig sind, werden durch einen fettgedruckten Merksatz hervorgehoben.
 

Am Schluss des Kapitels finden Sie schließlich eine Gesamtzusammenfassung, wo noch einmal alle wichtigen Inhalte vorkommen. Lesen Sie bitte auch die Zusammenfassung sorgfältig. Durch das Lesen der Zusammenfassung wiederholen Sie bereits den Unterrichtsstoff und die Lerninhalte. Der Lernstoff bleibt so besser sitzen. Es reicht jedoch nicht aus, nur die Zusammenfassungen zu studieren. Entscheidend ist, dass Sie ein Gefühl, eine innere Einstellung zu dieser Arbeit entwickeln.
 

Die Wiederholungsfragen sollen Ihnen helfen, den Stoff noch besser behalten zu können. Geben Sie Ihre Antworten an Ihren Coach bzw. Lehrer ab, der sie gerne begutachtet und mit Ihnen gemeinsam auswerten wird. Ihre Beantwortung ist aber keine Pflicht. Fassen Sie diese Fragen als persönliches Training auf, das dazu beiträgt, diesen Kurs und später ihre neue Arbeit, gut zu bestehen.